Elternarbeit

Elternarbeit

Das Hauptziel jeder schulischen Institution ist es das einzelne Kind in seinem Lernen zu begleiten und zu fördern. In diesem Zusammenhang spielen verschiedene Faktoren eine zentrale Rolle. Zum einen haben die Lehrpersonen eine wichtige Schlüsselfunktion in ihrem Handeln und Wirken. Das Fundament für erfolgreiches Lernen besteht jedoch in günstigen Voraussetzungen welche zu Hause geschaffen werden. Ein Bindeglied zwischen Schule, Eltern und Kind ist die Schulsozialarbeit. Ein reger Austausch zwischen den drei Partnern Eltern, SSA und Schule bildet eine sehr gute Basis, um erfolgreiches Lernen und eine günstige Entwicklung zu ermöglichen.

Die Schule Ilanz/Glion bietet nebst den regelmässigen Kontakten an Elternabenden und mit individuellen Elterngesprächen zwei weitere Begegnungsplattformen an:

Elternforum

Bereits seit vielen Jahren pflegt die Schule Ilanz/Glion ein Elternforum, insbesondere für die Eltern der Oberstufe. Es dient vor allem als Informationsveranstaltung für Eltern und Lehrpersonen zu einem aktuellen Thema. In den letzten Jahren stand vor allem die Berufswahl für die Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufenklassen im Fokus.

Eltern-Café

Eltern, Lehrpersonen, Schulsozialarbeit und Schulleitung treffen sich auf Augenhöhe zu spezifischen, durch die Eltern ausgewählten Themen, für einen ungezwungenen Austausch. Das Eltern-Café findet zwei Mal jährlich an einem Samstagmorgen statt. Inhaltlich sieht das Eltern-Café ein kurzes Inputreferat zum jeweiligen Thema vor. Anschliessend wird das Thema in stufenspezifischen Gruppen (à ca. 10 Personen) diskutiert.

Eltern-Café - Kooperation - 17. November 2018

Thema und Allgemeines

Das 3. Eltern-Café widmet sich dem Thema „Kooperation zwischen Eltern und Schule“. Kooperation ist ein weiter Begriff, welchen wir in einem ersten Schritt eingrenzen werden. Im Fokus steht insbesondere die Kooperation in Zusammenhang mit Projekten und Veranstaltungen.

Das Know-how der Eltern ist für die Schule ein grosser Ressourcenpool, den wir in Zukunft gerne vermehrt nutzen möchten.

Eine persönliche Einladung folgt.

Eltern-Café - Sucht und Abhängigkeit - 14. April 2018

Thema und Allgemeines

Unter dem Titel «Abhängigkeit und Sucht» startet das dritte Eltern-Café am Samstag, 14. April  2018 um 09:00 Uhr in der Aula in Ilanz. Die Schulsozialarbeiter und der Leiter Ressort Projekte durften 30 Teilnehmer begrüssen, was ein leichter Rückgang der Teilnehmerzahlen im Vergleich zum 2. Eltern-Café bedeutet.

Das Thema «Abhängigkeit und Sucht» wurde anlässlich des letzten Eltern-Cafés von einer Mehrheit der Teilnehmer gewünscht.

Inhalt und Ablauf

Nach der offiziellen Begrüssung kamen alle Teilnehmer in den Genuss des Inputreferates von Margrith Meier (Leiterin des Ambulatoriums Neumühle in Chur und Mitarbeiterin des Psychiatrischen Dienstes). Aus ihrer langjährigen Erfahrung konnte Frau Meier die Anwesenden über den schleichenden Übergang zwischen den substanzgebundenen und den substanzungebundenen Abhängigkeiten informieren. Wie können Eltern oder Lehrpersonen reagieren, wenn erste Verdachtsmomente, dass etwas nicht so ist wie es sein sollte, reagieren? Zu diesen und weiteren Themen konnte Frau Meier viele Tipps geben. Die wesentlichen Informationen des Referates, so wie Hinweise und Tipps wurden durch die Schulsozialarbeit und der Schule Ilanz/Glion in einem kleinen Büchlein zusammengefasst. Dieses kann auf dem Schulsekretariat oder bei der Schulsozialarbeit bezogen werden.

Im Anschluss an den gemeinsamen Teil wurde das Plenum aufgelöst und in kleinen Gruppen weiterdiskutiert. Zusammenfassend kann folgendes festgehalten werden:

  • Die Angst vor substanzungebundenen Süchten (Handy oder Spielsucht) beherrscht die Diskussionen auf allen Stufen.
  • Die Erwachsenen sind Vorbilder. Besonders bei kleinen Kindern ist der Vorbildfunktion eine besondere Bedeutung beizumessen.
  • Bei der Nutzung von elektronischen Geräten, insbesondere bei Tablets, gibt es technische Möglichkeiten um den Konsum einzuschränken. Bei Fragen kann die Schulleitung gerne Auskunft geben.
  • Eine gute Vertrauensbasis ist das beste Fundament um problematische Verhaltensmuster anzusprechen.

Abschluss und Fazit

Wie in den vorhergehenden Eltern-Cafés wurde sehr offen und engagiert diskutiert. An dieser Stelle sei auch allen Eltern herzlich gedankt!

Von den anwesenden Eltern wird die Arbeit, welche die Schule im Bereich Suchtprävention leistet, sehr geschätzt. Bei Veranstaltungen mit Kindern soll auch in Zukunft angestrebt werden, dass Betroffene von Ihren Erfahrungen berichten können. Bei substanzgebundenen Süchten ist dies in einer Projektwoche der 1. Oberstufe bereits erfolgt. Das Thema Spielsucht/Handysucht  soll in einen Medientag einfliessen.

Abschluss und Ausblick für das nächste Eltern-Café

Der Abschluss des dritten Eltern-Cafés erfolgte mittels einer kleinen Befragung. Die Frage, ob das Eltern-Café in Zukunft weitergeführt werden soll, wurde von allen Anwesenden bejaht. Zudem wurde der Anlass als solcher  von allen Anwesenden als sehr gut empfunden. 

Das nächste Eltern-Café ist im November 2018 geplant. Dieses findet unter dem Thema "Formen der Kooperation zwischen Schule und Elternhaus" statt. Es würde uns freuen, wieder zahlreiche Eltern im November begrüssen zu dürfen.

Eltern-Café - Mobbing - 18. November 2017

Thema und Allgemeines

Das erste Eltern-Café wurde von den anwesenden Eltern und Lehrpersonen sehr geschätzt. Die Schulleitung hat deshalb, in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit entschieden, mit dem Eltern-Café im Herbst 2017 in eine zweite Runde zu gehen. Bei der Themenwahl ging eine Befragung von Eltern des Primarschulhauses in Ilanz voraus, bei der das Thema Mobbing am meisten genannt wurde.

Alle Eltern der rund 500 Schüler der Schule Ilanz/Glion wurden von der Schulleitung schriftlich zum Eltern-Café eingeladen und wir durften am Samstagmorgen rund 50 Teilnehmer begrüssen.

Inhalt und Ablauf

Der Start in den Morgen erfolgte nach Kaffee und Gipfeli mit einem kurzen Inputreferat von unserem Schulsozialarbeiter Jürg Marguth zum Thema „Mobbing". Mit diesen ersten Informationen im Rucksack wurde die grosse Gruppe aufgelöst, um sich in vier moderierten Kleingruppen auszutauschen. Rückmeldungen, Fragen, Anliegen und Wünsche wurden anschliessend in der Grossgruppe zusammengetragen. Zusammenfassend können folgende Punkte aus der Diskussion festgehalten werden:

  • Nicht jeder Streit ist Mobbing. Der Übergang vom normalen Streit zum Mobbing kann jedoch fliessend sein. Entsteht ein Machtgefälle zwischen zwei Kindern (oder einem Kind und einer Gruppe von Kindern), wird ein und das selbe Kind über eine längere Zeitperiode geplagt, so sind dies starke Anzeichen von Mobbing.
  • Streitereien zwischen Kindern und Jugendlichen gehören zum Leben dazu. Wünschenswert ist eine Streitkultur, in welcher fair gestritten wird. Richtig streiten will gelernt sein!
  • Aus Elternsicht kann es schwierig sein, Schilderungen ihrer Kinder einzuordnen, dies verursacht Unsicherheit.
  • Wann sollen sich Eltern melden? Bei auffälligen Verhaltensveränderungen oder einem schlechten Bauchgefühl ist es ratsam, mit der Schulsozialarbeit oder der  Klassenlehrperson Kontakt aufzunehmen.
  • Mein Kind will nicht als "Petze" da stehen und selber zum "Opfer" werden, was tun?  Keine Angst vor Repressalien - falls das Problem auf einer Ebene nicht zufriedenstellend gelöst wird, steht auch hier der Dienstweg für alle Eltern und Schüler offen.
  • Mein Kind ist "Täter", "Opfer" oder "Mitläufer". Wie gehen wir als Eltern mit den verschiedenen Rollen um, die das Kind inne haben kann?  Der Kontakt und die Zusammenarbeit unter den Eltern wird als Schlüsselfaktor empfunden.

Quintessenzen

Ein gesundes Selbstwertgefühl ist die beste Mobbing-Prävention. Die Schule Ilanz/Glion bietet unter anderem seit einigen Jahren ein freiwilliges Angebot (Respect und Wen Do) für Kinder der Unterstufe an. Allerdings begrenzt sich dieses Angebot auf zwei Tage, was ein guter Anfang ist. Leider besuchen nicht alle Kinder diese Workshops, wodurch es schwierig wird, eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.

Die Schule schaut nicht weg und greift bei Mobbingverdacht schnellstmöglich ein. Was können Eltern und die Schule zusätzlich beitragen, dass sich die Kinder bei den Erwachsenen melden, falls sie eine ungute Tendenz in ihrem Umfeld beobachten?

Nachtrag, April 2018:

In der Zwischenzeit wurde über mögliche nächste Schritte zur Prävention von Mobbing diskutiert. Die Einführung des Lehrplan 21 spielt der Schule und den Eltern im Bereich der Prävention in die Karten. Durch die Einführung des Fachs Ethik auf der Primarschulstufe wird verbindlich vorgeschrieben, dass an den Thematiken "Gemeinschaft" und "Ethik" gearbeitet werden muss. Zudem bietet die Schulsozialarbeit verschiedene Module an, die von Lehrpersonen gebucht werden können. Diese Module können dann auch in den Ethik-Lektionen durchgeführt werden. 

Durch die Einführung des Fachs Medien und Informatik in der 5. und 6. Klasse wird der Prävention des Cyber-Mobbings ebenfalls Rechnung getragen. Der Umgang mit Medien sowie deren Regeln und Gefahren werden zukünftig ebenfalls zwingend in der Schule behandelt.

Mit der Umsetzung der zwei genannten Punkte wird aus Sicht der Schule einiges im Bereich der Prävention geleistet. Ob weitere Angebote generiert werden müssen, wird sich im Verlauf der nächsten Jahre zeigen.

Abschluss und Ausblick für das nächste Eltern-Café

Der Abschluss des zweiten Eltern-Café's bildete ein Ausblick auf das Nächste, welches für das zweite Semester des Schuljahres 2017/18 geplant ist. Von den anwesenden Eltern wurde als nächstes Thema "Sucht bei Kindern und Jugendlichen" gewünscht. Im Verlauf des zweiten Semesters erfolgt die entsprechende Einladung für das Eltern-Café. Wir freuen uns auf das nächste Treffen mit den Eltern.

 

Eltern-Café - Medien - 12. November 2016

Thema und Allgemeines

Im Frühling des Schuljahres 2016/17 fanden die Medientage für die Kinder der 5. und 6. Klasse statt. Bereits zum 3. Mal fanden die Präventionstage zum Thema "Umgang mit Medien" statt. Für die Inhalte waren die Schulsozialarbeit, die Medienpädagogik und das Ressort Projekte der Schulleitung verantwortlich. Um zu erfahren, welche Teilbereiche der Medienlandschaft den Eltern unter den Nägeln brennt und einer Besprechung am Medientag bedarf, wurden alle Eltern der betroffenen Kinder eingeladen.

Inhalt und Ablauf

Das Thema Medien und der Umgang damit wurde von der Seite Schule, Medienpädagogik und Schulsozialarbeit kurz umrissen. Die Standpunkte wurden dargelegt, Gefahren und Chancen aus der jeweiligen Optik erläutert. Im Anschluss wurde die Diskussion eröffnet. Die 12 anwesenden Eltern und Lehrpersonen tauschten ihre Erfahrungen und Befürchtungen aus. Zusammenfassend konnten folgende Oberthemen genannt werden:

  • Praktische Tipps und Tricks zum Eindämmen des Handy-Konsums der Kinder
  • Austausch von Erfahrungen (wie macht ihr das zu Hause)
  • Die Schnellebigkeit der Medienwelt überfordert Eltern teilweise
  • Klären von rechtlichen Fragen

Abschluss und Quintessenzen

Nach Kaffee und Gipfeli wurde das erste Eltern-Café beendet. Die Quintessenz war, dass das Eltern-Café als Plattform für den Austausch sehr geschätzt wird. Der eher lockere informelle Rahmen bietet die Möglichkeit sich ungezwungen zu äussern und einzubringen. Es wurde der Wunsch nach einem Angebot für Eltern geäussert, um im Bereich Medienwelt auf dem Laufenden zu bleiben.

Im Frühling 2017 wurde dieser Wunsch umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler der 1. Oberstufe haben einen Anlass durchgeführt, an dem den Eltern die Welt der Medien näher gebracht wurde.